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Über

Vor meinem Leben als Rentnerin habe ich als spirituell-therapeutische Begleiterin für Frauen  gearbeitet. Schwerpunkt waren dabei traumatische Erfahrungen in der Kindheit. Neben der Erinnerungsarbeit war mein Schwerpunkt, stärkend,  unterstützend und ermutigend zu wirken.  Dazu habe ich  u.a. Bilder und Symbole zur Hilfe genommen.  Das Labyrinth hat dabei einen zentralen Stellenwert eingenommen. Es zeigt den Weg in die Mitte/die Krise/die Tiefe und zurück.In meinen Texten möchte ich dies verdeutlichen und u.a. damit eine spirituelle Sicht (aus dem Blick der Adlerin) und Unterstützung auf dem Weg in die eigene Tiefe geben.

Alter: 6
 


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Lebenskrisen - Spirituelle Krisen

Ob jede Lebenskrise eine spirituelle Krise ist, hängt m.E. davon ab, ob sie in dieser Dimension erkannt und verstanden wird. Prinzipiell glaube ich, daß Lebenskrisen immer auch die spirituelle Ebene beinhalten und das nicht nur bei Krisen im religiösen Bereich (z.B. tiefe Zweifel im Glauben).

Lebenskrisen gehören zum Leben, so wie z.B. das Abwerfen der Blätter bei Pflanzen.Ohne Krisen ist ein Wachstum nicht möglich. In der Krise selbst geht diese Sicht (wie eben auch in der Mitte des Labyrinths - siehe hierzu meine bisherigen Ausführungen) verloren. Wer mit dem Überleben kämpft, verliert den Überblick. Wer sich einmal durch ein Labyrinth aus Hecken begeben hat, wird das kennen.

Lebenskrisen können durch vielfältige Auslöser entstehen:Krieg, Krankheit, Arbeitsplatzverlust, Trennung, Verlust eines geliebten Menschen oder auch Erinnerungen an traumatische Erlebnisse in der Kindheit (sexuelle Gewalt, Mißhandlung, Vernachlässigung, Kriegstrauma etc.) oder im Erwachsenenalter (z.B. Vergewaltigung, körperliche Mißhandlung). Es handelt sich jeweils um eine seelische Erschütterung, die mit einem Erdbeben oder Tsunami vergleichbar ist und die somit den sicher geglaubten Boden wegzieht. Das bisher stabil und sicher geglaubte Spinnennetz reißt an meheren Stellen gleichzeitig. Das Fundament wird zerstört. Wie nach einer Naturkatastrophe bleibt nichts mehr oder nur das Nötigste von dem, was einmel Schutz und Halt gegeben hat. Parallel dazu wird auch das Welt-/Glaubensbild erschüttert oder es bricht total zusammen. Die Vorstellung, in Sicherheit zu sein, eine äußere und/oder eine innere Heimat zu haben, löst sich auf. Jeder Halt geht verloren. Es entsteht das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen. Im Märchen "Frau Holle" springt das Mädchen in den Brunnen/die Tiefe/das Ungewisse. Dann geht es nur noch abwärts, ohne zu wissen, wann der Sturz endet bzw. ob er überhaupt enden und ob es jemals wieder festen Boden unter den Füßen geben wird. Viele Märchen und Mythen zeigen uns, welchen Weg wir in der Unterwelt zu geben haben und welche Prüfungen zu bestehen sind. Der Mythos der Inanna weist m.E. eine sehr große Parallele zu Wachstumskrisen auf. Inanna muß alle ihre Insignien der Macht und Reichtümer zurücklassen. Sie steigt nackt in die Unterwelt. Dieser Mythos und das Labyrinthsymbol können eine Hilfestellung geben, wie  eine Krise, wenn sie zu einem neuen Fundament und Wachsstum führen soll,  bewältigt werden kann. Immer geht es dabei um Tod und Wiedergeburt (so wie auch z.B. im Jesus-Mythos).

Krisen können jeden Menschen treffen, egal ob gläubig oder nicht gläubig. Ein innerer Tsunami macht vor nichts halt. Nach meinen Erfahrungen zieht eine Lebenskrise immer eine spirituelle Krise mit sich. Was Neues daraus erwächst, bleibt lange im Verborgenen. Entscheidend ist, daß auf dem Weg durch die Unterwelt Ballast abgeworfen wird. Der weitere Weg kann dann unter dem Motto  "Reisen mit leichtem Gepäck" gegangen werden. Und das lohnt sich doch bei den Felsbrocken, die wir mit uns rumschleppen. Und es entsteht ein inneres, stabiles Netz, das unabhängig von Äußerem ist. 

9.8.17 14:17, kommentieren

Der Labyrinthweg als Weg durch die Krise

Während eigener therpeutischer  Aufarbeitung und durch die Arbeit  als Beleiterin von Frauen mit traumatischer Kindheitserfahrung entstand ein Interesse an Mythologie und Symbalik und hier speziell an dem des Labyrinths. Je mehr ich mich damit befaßt habe, um so deutlicher wurde die Parallele zu dem Weg, den frau/man in Lebenskrisen geht. Bei meinen eigenen Krisen hat mir sowohl das Legen und Bauen eines Labyrinths und der Gang hindurch geholfen. Es wirkt konzentrierend und zeigt, daß es einen  Weg in die Mitte (die Unterwelt mit allen Tiefen und Ungeheuern) aber auch einen Weg zurück/hinaus gibt. Der innere rote Faden wird mit jedem inneren Durchgang verstärkt, bis er eine(n) trägt und hält. Es ist hilfreich, wie im Inanna-Mythos. eine Wächterin/einen Wächter am Eingang zu haben (Therapeutin oder Therapeut), da frau/man im  Labyrinth die Orientierung und vor allem den Überblick verliert und damit die Hoffnung, heil aus der Sache raus zu kommen. Das macht sich gerade im Zentrum schmerzhaft bemerkbar. Im Mythos muß Inanna auf dem Weg in die Mitte alles zurücklassen, was ihre weltliche Macht repräsentiert (und damit alles hergeben, was sie bisher ausgemacht hat). Sie steigt nackt ins Zentrum. Die Mitte des Labyrinths ist das Zentrum einer Krise. Im Märchen ist es der Sprung/Sturz in den Brunnen. Das Zentrum bedeutet absoluten Kontrollverlust, Aufgabe und Hingabe, Todeserfahrung und Demut und gleichzeitig damit die Bergung des verborgenen Schatzes in tiefsten Innern.

 

 

25.6.17 15:40, kommentieren